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Wildnisflächen

Eine zentrale Zielstellung des Naturschutzgro√üprojektes Hohe¬† Schrecke ist der Verzicht der forstlichen Nutzung in ausgew√§hlten Waldbereichen. Hier soll sich der Wald ohne das Zutun des Menschen entwickeln. Insgesamt gibt es zwei gr√∂√üere Wildnisfl√§chen die durch kleinere Altholzinseln miteinander verkn√ľpft werden sollen. Geplant ist, insgesamt rund 2.000 Hektar Wald zuk√ľnftig nicht mehr forstlich zu nutzen. Auf den verbleibenden rund 5.300 Hektar soll gemeinsam mit den Waldbesitzern eine besonders naturnahe Waldbewirtschaftung stattfinden.

Der gr√∂√üte nutzungsfreie Bereich liegt auf und um den ehemaligen Panzerschie√üplatz. Die offene rund 640 ha gro√üe Fl√§che auf dem Plateau war bereits mit der Ausweisung des Naturschutzgebietes "Hohe Schrecke" im Jahr 2004 als sogenannten Naturentwicklungsraum aus der Nutzung genommen worden. Seit dem Jahr 2009 werden im Rahmen des Naturschutzgro√üprojektes weitere 675 Hektar direkt angrenzende Waldbereiche im th√ľringischen Teil der Hohen Schrecke nicht mehr forstlich genutzt. Zusammen mit den unmittelbar an der Landesgrenze in Sachsen-Anhalt liegenden und von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt betreuten Fl√§chen des Nationalen Naturerbes existiert hier nunmehr eine fast 1.600 Hektar gro√üe Wildnisfl√§che. Perspektivisch soll auch mit der Gemeinde Lossa ein Kompromiss gefunden werden, damit Teile des Kommunalwaldes mit in das Wildnisgebiet integriert werden k√∂nnen. ¬†

Eine weitere nutzungsfreie Fläche im Umfang von rund 250 Hektar soll im Bereich des Wiegentals etabliert werden. Mit Beginn der Umsetzungsphase konnte durch den Ankauf einer kommunalen Fläche mit 21 Hektar sowie des Abkaufs des dauerhaften Nutzungsverzichts auf einer Fläche von insgesamt 176 Hektar von einer Privatperson die Sicherung wesentlicher
Teile des Wildnisgebietes Wiegental erreicht werden. Der Waldbesitzer hatte bereits in den vergangenen Jahren freiwillig auf den Holzeinschlag in den zuk√ľnftigen Wildnisfl√§chen verzichtet. Um das Wiegental endg√ľltig als Wildnisgebiet ausweisen zu k√∂nnen, m√ľssen noch einige Splittergrundst√ľcke im Umfang von 25 Hektar f√ľr den Naturschutz gesichert werden. Erg√§nzt werden sollen die gr√∂√üeren nutzungsfreien Fl√§chen durch ein Netz von kleineren Altholzinseln.

Die forstliche Nutzungsaufgabe erfolgt √ľberwiegend auf Fl√§chen des Freistaates Th√ľringen. Fl√§chen von privaten Waldeigent√ľmern werden nur dann aus der Nutzung genommen, wenn diese der Nutzungsaufgabe zustimmen. Ohne Zustimmung des jeweiligen Waldeigent√ľmers wird keine Fl√§che aus der Nutzung genommen. Ein Betreten der Wildnisfl√§chen auf ausgewiesenen Wanderwegen ist wie bisher m√∂glich ‚Äst Fl√§chen sollen grunds√§tzlich auch weiter bejagt werden d√ľrfen.

Ungenutzte alte W√§lder sind besonders wichtig f√ľr den Erhalt der Artenvielfalt. Viele seltene Arten ‚Äď beispielsweise Spechte, Flederm√§use und Totholzk√§fer ‚Äď sind besonders auf alte, zerfallende B√§ume als Lebensraum angewiesen. Um den Arten ausreichend Lebensraum zu geben reicht es nicht aus, nur einzelne B√§ume aus der Nutzung zu nehmen. Gr√∂√üere nutzungsfreie Fl√§chen erm√∂glichen stabile Lebensgemeinschaften seltener und bedrohter Arten.

 
Projekt H√§ngebr√ľcke

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