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© Naturstiftung David, Fotograf: Thomas Stephan

Aesalus scarabaeoides -
kleinster Vertreter der Familie Hirschkäfer

© Naturstiftung David, Fotograf: Thomas Stephan

Bolitophagus reticulatus - lebt am Baumpilz Zunderschwamm  

Totholzkäfer

Bisher war die Käferfauna der Wälder in der Hohen Schrecke nur unzureichend dokumentiert. Im Rahmen der Erhebungen für den Pflege- und Entwicklungsplan konnten im Gebiet der Hohen Schrecke insgesamt 424 naturschutzfachlich wertgebende Holzkäferarten aus 53 Familien nachwiesen werden. Von den naturschutzfachlich wertgebenden Holzkäfern sind 123 Arten in Deutschland gefährdet bis vom Aussterben bedroht. Das eindrucksvolle Ergebnis der Untersuchungen kann mit vier Neunachweisen (Triplax rufipes, Cerylon impressum, Dorcatoma punctulata, Gasterocercus depressirostris) und einem Wiederfund (Trox perrisii) für Thüringen und einem Neufund für Sachsen-Anhalt (Synchita separanda) gezeigt werden.

Diese so genannten xylobionten Arten gehören in die in Deutschland am höchsten gefährdete Käfergruppe. Der größte Teil der Arten ist sehr klein (< 5 mm, oft 1 – 2 mm) und unscheinbar. Das Besondere an ihnen: Sie sind in einer ihrer Lebensphasen auf Holz angewiesen und zeigen sehr empfindliche Reaktionen gegenüber Lebensraumveränderungen an. Gleichzeitig stellen sie sehr spezielle Ansprüche an ihren Lebensraum. Ihr Vorkommen verdeutlicht das Vorhandensein historischer und traditionsreicher sowie naturnaher Wälder in der Hohen Schrecke.

Die hohe Bedeutung der Wald-Lebensräume im Projektgebiet wird weiterhin durch den Nachweis von aktuell insgesamt 15 Urwaldrelikt-Arten besonders verdeutlicht. Diese Zahl ist die höchste in Thüringen. Urwaldrelikt-Käfer - so wie Trox perrisii, der so genannte Glanz-Knochenkäfer - kommen nur in sehr alten, historischen Wäldern vor. Lesen Sie hier mehr über ihre besonderen Ansprüche an Wälder.

Entomologen im Auftrag für das Naturschutzgroßprojekt: Auf der Suche nach den Käfern...
 
Projekt Hängebrücke

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