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Hohe-Schrecke-Verein begleitet den Prozess zur geplanten Erweiterung des Naturschutzgebietes und mahnt eine Versachlichung der Diskussion an.

Braunsroda 04.02.2021

Der Verein „Hohe Schrecke – Alter Wald mit Zukunft e.V.“ steht dem Anliegen des Freistaates Thüringen zur Erweiterung des Naturschutzgebietes Hohe Schrecke grundsätzlich positiv gegenüber. „Unsere Region hat Dank des Naturschutzgroßprojektes und vielfältiger Unterstützung des Landes für eine naturschutzgerechte Regionalentwicklung einen kaum für möglich gehaltenen Aufschwung erfahren. Mit dem erweiterten Naturschutzgebiet wird das Naturkapital der Region dauerhaft geschützt und ermöglicht auch in Zukunft in der gesamten Hohen Schrecke Schutz, Nutzung und regionale Entwicklung gemeinsam voranzubringen“ so Dagmar Dittmer. Die Vorsitzende des Hohe-Schrecke-Vereins verweist aber auch auf die Bedenken in der Region: „Die Menschen fühlen sich als Landwirte, Waldbesitzer oder Flächeneigentümer betroffen, sehen sich aber oft nicht in der Lage, sich durch die öffentlich ausgelegten Unterlagen durchzuarbeiten. Das führt zu Kritik an dem an sich begrüßenswerten Vorhaben“ Die Vereinsvorsitzende mahnt zu einer Versachlichung der Diskussion und wünscht sich eine bessere Information durch das Land.

Der Verein ist ein Zusammenschluss der Gemeinden der Region und vieler Akteure, Bürgerinnen und Bürger, die sich seit über 10 Jahren für eine naturschutzregerechte Regionalentwicklung der Hohen Schrecke einsetzen. Vor diesem Hintergrund unterstützt der Verein den Gedanken, die Natur durch entsprechende Regelungen zu schützen. Allerdings muss darauf geachtet werden, dass in der entsprechenden Verordnung nicht Regelungen enthalten sind, die eine nachhaltige und schonende Nutzung des Waldes und der umgebenden Flächen durch Bewohner und Gäste maßgeblich beeinträchtigen. „Wir werden uns im Rahmen des derzeit laufenden Anhörungsverfahrens für eine gute Balance zwischen dem Schutz und der Nutzung in der Hohen Schrecke einsetzen“, so Dittmer. Die Vereinsvorsitzende verweist darauf, dass beispielsweise Waldwildnisflächen nur dort ausgewiesen werden wo die Eigentümer vorab zugestimmt haben und zwei Drittel des Waldes weiterhin forstlich genutzt werden können. Auch im touristischen Bereich zeigen die vom Land unterstützten Projekte zur Hängeseilbrücke und zum Rabenswald-Familienweg, dass Schutz und Nutzung Hand in Hand gehen können. 

 

Um die Diskussion zum Verordnungsentwurf zu versachlichen, hat der Verein für den heutigen Tag ein Gespräch zwischen dem Umweltministerium, der verfahrensführenden Landesanstalt für Umwelt in Jena und den betroffenen Landwirtschaftsbetrieben sowie deren Verpächter organisiert. „Wir hoffen, dass dabei Unklarheiten beseitigt werden können und es noch wichtige Hinweise gibt, die in den Verordnungsentwurf im Interesse unserer Region eingearbeitet werden.“

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